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Bitcoin ETF Entscheidung am 11.3.2017

Die Spannung steigt, in wenigen Tagen erfolgt die endgültige Entscheidung über die Genehmigung des Bitcoin basierten ETF COIN.

Um was genau geht es dabei?

Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der zur genehmigung anstehende Fonds mit dem Kennzeichen COIN enthält allerdings nicht die üblichen Werte wie Aktien oder Anleihen, sondern ausschließlich Bitcoins. Ins Leben gerufen wurde diese Idee beriets vor vier Jahren von den Zwillingen Winkelvoss, die unter anderem dafür bekannt wurden, im Jahr 2008 bei den olympischen Spielen in Peking in der Ruderdisziplin teigenommen zu haben. Seit dem Antrag wurde eine Entscheidung von der SEC, der amerikanischen Aufsichtsbehörde, immer wieder verschoben. Für den 11.3.2017 steht nun die endgültige Entscheidung an.

Wie wird diese ausfallen?

Überwiegend liest man von einer relativ kleinen Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung, Forbes beispielsweise betitelt die Chancen auf lediglich 25%. Je unterschiedlicher die Analysten, desto unterschiedlicher auch die Prognosen, wir sind beim ständigen Lesen aller möglichen Blogs und Atikel über die gesamte Bandbreite von 25-75 % Wahrscheinlichkeit gestolpert. Die einhellige Argumentation der "pessimistischen Propheten" sagt aus, dass die Verantwortlichen bei der Behörde um ihren Sessel bangen müssten, wenn eine Zustimmung größere Anlegerverluste zur Folge haben würde, bei Ablehnung jedoch keinerlei Konsequenzen zu erwarten wären. Punktum: Man weiß es nicht.

Was würde eine positive Entscheidung für den Bitcoin bedeuten?

Es liegt auf der Hand, dass die Kryptowährung auf einen Schlag für ein viel größeres Publikum interessant und zugänglich wird. Der Anleger muss sich nicht um das Anlegen von Wallets kümmern und braucht sich keine Sorgen um Datensicherheit machen. Das Handelsvolumen des Bitcoin könnte so multipliziert werden.

Dieser Anstieg des Transaktionsvolumens bedeutet allerdings auch neue (alte) Probleme. Die immerwährende Diskussion über die Blockgröße wird dadurch natürlich angeheizt. Vereinfacht erklärt macht sich das Problem mit der Blockgröße von 1 MB so bemerkbar, dass sie einfach zu wenig platz für die anfallenden Transaktionen enthält und dadurch von den Minern solche Transaktionen bevorzugt werden, welche die höchsten Gebühren abwerfen. Im Grunde wird dadurch das Bezahlen teurer, die Verwendung von Bitcoin für Klein- und Kleinstbeträge ist heute schon unrentabel. 

Kann man die Blöcke nicht einfach größer machen?

Nun theoretisch könnte man das, allerdings nicht ohne Konsequenzen. Beispielsweise würde die Blockchain und damit die Datenbank viel schneller wachsen, was das Betreiben vollwertiger Knoten am Heim-PC unmöglich machen würde. Das würde eine zunehmende zentralisierung des Netzwerkes bedeuten, also das Gegenteil von dem, was als Grundidee dahinter steckt. Es gibt unterschiedliche Lösungsvorschläge für dieses Problem, der populärste, SegWit (wir lassen das hier so inder Abkürzung stehen und werden dem in Kürze einen eigenen Artikel widmen) ist bereits im Litecoin Netzwerk vorbereitet, kommt allerdings erst zum Einsatz, wenn 75% der Miner der Adaption zustimmen (bei Bitcoin müsste der Zustimmungsgrad bei 95% liegen).

Die Befürchtungen:

Sollte nun COIN an die Börsen kommen und die erwähnten Probleme eintreten und man sich nicht auf eine schnelle Lösung einigen kann, wird eine sogenannte "Hard Fork" befürchtet. Damit ist die Gabelung der Blockchain gemeint, wobei eine Kette herkömmlich weitergeführt wird und eine zweite mit entsprechenden Regeländerungen entsteht. Eine solche Hard Fork würde für den Nutzer anfangs natürlich mehr Fragen aufwerfen als beantworten. Die Entscheidung, nach welcher Kette gerechnet wird, liegt allein bei den Mnern. Hier wären die großen Pools wegweisend, für COIN würde das jedenfalls heißen, dass nach 48 Stunden entschieden wird, an welchen Ast der Blockchain man sich bindet, das ist gezwungenermaßen der mit der höheren Hashrate also mehr Rechenleistung. In jedem Fall bedeutet eine Hard Fork Unsicherheit und demzufolge Vorsicht bei den Anlegern.

Wie auch immer entschieden wird, es wird auf jeden Fall spannend weitergehen. Wir bleiben auf jeden Fall an der Thematik dran.

 

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